Perlhühner

In ganz Afrika dienten Perlhühner seit jeher als Fleischlieferanten, ihre Federn manchmal als Schmuck. 

Vor allem aber gehörten Perlhühner zu den ersten Vögeln, die vom Menschen domestiziert wurden. 
Den Anfang nahm die Domestikation wohl in Ägypten, wo das Guniea-Perlhuhn (Helmperlhuhn) anscheinend während des frühen Altertums noch wild vorkam. 
Im Alten Reich scheint es bereits Hausperlhühner gegeben zu haben. Auch die Phönizier und Griechen hielten Perlhühner, noch bevor das Haushuhn in Europa bekannt wurde. Im Römischen Reich waren Perlhühner eine beliebte Delikatesse, doch nach dem Ende der Römerzeit verschwanden domestizierte Perlhühner. 

Der wissenschaftliche Name Numididae leitet sich von Numidien ab, das die Römer für die Herkunftsregion der Perlhühner hielten. Der ursprüngliche Name bei den Griechen war Meleagris. Dieser Name leitet sich von dem griechischen Sagenhelden Meleagros ab. Nach dessen Tod wurden seine Schwestern von den Göttern in Perlhühner verwandelt. Die Punkte auf dem Federkleid sind die Tränen, die sie aus Trauer um den verstorbenen Bruder weinten. Das Wort steht heute noch in den wissenschaftlichen Namen des Helmperlhuhns (Numida meleagris). 

Das Guniea-Helmperlhuhn ist die Stammform der Hausperlhühner Nachdem die Portugiesen im 15. und 16. Jahrhundert Perlhühner aus Westafrika mitgebracht hatten, erfolgte die Domestikation ein zweites Mal. Ihre Bedeutung blieb aber wegen ihres weiterhin sehr lebhaften Wesens und Lautäußerungen recht gering. 

Am Ruf sind die Geschlechter auch am besten zu erkennen. Der Ruf des Hahnes lässt sich etwa mit "tschckereckeck" umschreiben. Die Henne ruft "Glockaaacht". 
Die Brutdauer beträgt 27 bis 30 Tage. Perlhennen brüten jedoch in unseren Breiten relativ selten selbst. Perlhuhnküken sind sehr frohwüchsig und mit etwa 5 Monaten ausgewachsen. Die Eier der Perlhühner haben etwa die Größe von Zwerghuhneiern und sind sehr dickschalig und ausgezeichnet im Geschmack. 

Wenn Sie mehr wissen möchten, wenden Sie sich an den 1. Vorsitzenden des Sondervereins der Deutschen Puten- und Perlhuhnzüchter Matthias Raapke, Drebenstedt 24, 38489 Jübar, Tel. 0170 5266 Mail: raapke_drebenstedt@t-online.de oder den Zuchtwart im Sonderverein Ortwin Großmann, Am Grundgraben 7, 96476 Bad Rodach, Tel. 0174 9939624, Mail: webputer@gmx.de

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Perlhuhnruf.
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